18.03.2019 / Allgemein / /

Nomination der Nationalratskandidaten und Kandidatinnen im Kanton Aargau in Neuenhof

Umweltschutz, Jugend, Bildung und Forschung, Finanzpolitik, Gesundheitspolitik, Tradition, Familie, Konkordanz und Kompromissfähigkeit – mit diesem bunten Reigen an Themenschwerpunkten präsentierten sich die Kandidierenden am Nominationsanlass für die Nationalratswahlen vom kommenden 20. Oktober 2019. Befragt wurden sie von der Kantonalparteipräsidentin Marianne Binder-Keller, von Fraktionschef Alfons Alfons Kaufmann und von der amtierenden Aargauer Nationalrätin Ruth Humbel. Ruth Humbel, unsere erfahrene Gesundheitspolitikerin hat sich ein letztes Mal bereit erklärt zu kandidieren. Sie verglich gestern die Politik mit einem Orientierungslauf: «Das Ziel ist klar, aber auf dem Weg zu diesem gibt es unzählige Gräben, Hindernisse und Weggabelungen, die zu Umwegen führen.»

Als Präsidentin der CVP Aarau Regio schliesse ich mich Ruth Humbel an. Das langfristige übergeordnete Ziel ist für alle im Sinne der Verfassung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) formuliert: «Die Förderung des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens der Menschen». Die Zwischenziele und Ansichten über die Wege zum Erreichen des Oberziels variieren zwischen den Parteien und den persönlichen Themenschwerpunkten der Kandidierenden. Innerhalb der CVP herrscht jedoch Einigkeit, dass ein massvolles Miteinander, die Kompromissfähigkeit und die bewährte Konkordanz die richtigen Schritte sind, um das Hauptziel zu erreichen. Darin liegt eine Stärke und die Existenzberechtigung der Schweiz innerhalb Europa und innerhalb der Welt.

Diese Kompromissfähigkeit erfordert ein hohes Mass an Selbstverantwortung der einzelnen Bürgerinnen und Bürger, die Bereitschaft, gegen wenig finanzielle Entschädigung in der Freizeit für die Gemeinschaft politische Arbeit zu leisten.

Im Bereich der Massnahmen gegen den Klimawandel kann Kompromissfähigkeit bedeuten, umweltschonendes Handeln zu subventionieren und gleichzeitig moderate Gebühren im Flugverkehr einzuführen, um die Forschung in den Bereichen Umweltschutz und energieschonende Installationen zusätzlich zu fördern. Allerdings soll das Reisen nicht behindert werden, denn der internationale Austausch ist sowohl für den Handel wie auch für die privaten Reisenden in einem kleinen Binnenland, wie es die Schweiz ist, besonders bedeutend.

Im Bereich der Familienpolitik können Familien und Frauen z.B. gestärkt werden, indem höhere Steuererleichterungen für die Betreuung gewährt werden. Kleinbetriebe, die häufig von Frauen neben der Familienarbeit geführt werden, sollten bürokratische Erleichterungen erhalten. Gleichzeitig ist aber auch eine gezielte Standortpolitik, um die Attraktivität der Schweiz für grosse Unternehmen zu erhalten, nicht aus den Augen zu verlieren.

Für jeden Themenkreis ist es möglich aufzuzeigen, wie der Mittelweg, das Massvolle zu win win Situationen führt.

Deshalb bin ich überzeugt, dass der CVP eine bedeutende Rolle zukommt, für eine prosperierende Zukunft der Region und der Schweiz.

Brigitte Schwaller
Präsidentin CVP Aarau Regio